Mehr Klarheit durch  Fastenzeitimpulse

1. April 2021
In diesem Beitrag findest du unterschiedliche Impulse zum Thema Klarheit.

Mehr Klarheit durch Abstand, Bewegung und Christus

Impuls von Schwester Dr. Alexandra Völzke

ABSTAND

Wenn du (zu lange) über ein Problem brütest, ist es gut, vom Arbeitsplatz oder „Denkort“ aufzustehen, ganz bewusst etwas anderes zu machen, am besten mal nach draußen zu gehen, um anderes vor Augen zu haben und Abstand zu gewinnen.

BEWEGUNG

Meistens tut Bewegung an frischer Luft Leib und Seele richtig gut. Der Kopf wird wieder freier und das Herz ruhiger. Im Genießen der

Natur kommen Freude, Entspannung und Gelassenheit zurück. Und du kannst Kräfte sammeln für weitere Aufgaben und Herausforderungen.

CHRISTUS

Manchmal zeigen uns die Natur oder die Begegnungen auf dem Weg etwas symbolhaft an, ändern unsere Perspektive und weiten unseren Geist, gerade auch für die Dinge, die uns sehr beschäftigen. Vielleicht kannst du Christus um Offenheit und eine veränderte Sicht bitten und mit ihm darüber – mitten im Gehen – ins Gespräch kommen.

 

Mehr Klarheit durch Schreiben, Reden und Sortieren

Impuls von Gemeindereferentin Ann-Kristin Idzik

SCHREIBEN

Oft hilft’s mir: einen Stift in die Hand nehmen, ein großes, leeres, weißes Blatt Papier und alles notieren, was mir durch den Kopf schießt. Oder einfach die eine große Frage in die Mitte. Oder Listen, Diagramme, Bilder, Zeichnungen. Alles was hilft, den Kopf leer zu machen. Alles darf erstmal sein.

REDEN

In meinem Kopf kann ich gut Selbstgespräche führen, alles drehen und wenden. Aber das bringt mich oft nicht weiter. Mit dem Zettel in der Hand (oder auch frei heraus) hilft es mir, die Dinge, die mich bewegen, ins Wort zu bringen – bei einem konkreten Gegenüber. Ein Freund, eine Freundin, Familie oder auch in geistlicher Begleitung.

SORTIEREN

Wenn ich geschrieben, geredet und gehört habe, dann fange ich an zu sortieren. Am besten: auszusortieren. Wichtiges von Unwichtigem trennen, Bedeutsames von Unbedeutsamem. Ausblicke wagen, Puzzlestücke zusammenführen. Mut-Sätze formulieren. Dinge konkret machen. Vielleicht sogar mithilfe eines Visionsboards?!

 

Mehr Klarheit durch einen Tagesrückblick

Impuls von Subregens Matthias Klauke

VOR GOTT SICH ERFINDEN

Wie zu Beginn eines jeden Gebetes versuche ich mich auf Gott hin auszurichten. Ich werde mir bewusst, dass jeder Tag sein Geschenk ist und er mit liebevollen Augen auf mich schaut. Ich bitte ihn, dass er mir hilft, mich und meinen Tag mit offenen Augen und Herzen wahrzunehmen.

AN SEINER HAND DURCH DEN TAG WANDERN

Ich schaue zurück auf das, was ich heute erlebt habe und was mich jetzt noch bewegt. Was habe ich erlebt und wie ging es mir dabei in Empfindungen, Gefühlen und Gedanken? Ich kann mich auch fragen: Wie war in allem Geschehen Gottes Geist am Werk?

DEN VERGANGENEN TAG VOR IHM BRINGEN

Ich bringe alles vor Gott, was ich wahrgenommen habe. Dank und Bitte, Freude und Klage hat alles seinen Platz wie im Gespräch mit einem guten Freund/in. Zuletzt bitte ich, dass ich das, was mir klar geworden ist, mit hineinnehmen kann in mein Leben. Ich schaue voraus auf das, was vor mir liegt und bitte um seinen Beistand für das Kommende.

 

Mehr Klarheit durch Alternativen, Außensicht und Anfangen

Impuls von Gemeindereferent Johannes Schäfers

ALTERNATIVEN BENENNEN.

Es gibt immer eine alternative Möglichkeit für deine Entscheidung, dein Handeln, deine Einstellung. Gib deinen Alternativen einen Namen. Schreibe sie zügig auf eine Liste. Später kannst du noch zu jedem Pro- und Kontra- Argumente und deine Resonanzen hinzufügen.

AUßENSICHT EINNEHMEN.

Schau dir deine Situation von außen an – so als ob du zufällig einem Menschen begegnest, der genau in deiner Situation steckt. Was würdest du dieser Person empfehlen?

ANFANGEN!

Wage den ersten Schritt. Nicht immer führt er zu deinem erträumten Ziel. Aber er führt dich aus dem zehrenden Ausharren heraus.

 

Mehr Klarheit durch Kontemplation

Impuls von Pastor Stefan Kendzorra

KONTEMPLATIVES GEBET
Der Begriff „Kontemplation“ stammt vom lateinischen Verb „contemplari“ und bedeutet „schauen, betrachten“. Diese Form des stillen Gebets soll helfen, sich des Wirkens Gottes im eigenen Leben gewahr zu werden. Dank der tiefen Verbindung zu ihm im kontemplativen Gebet kann auch mehr Klarheit für das eigene Leben gefunden werden. Jesus selbst ging immer wieder an einsamen Orten in die Stille, hier sortieren sich Gedanken und Fragen. In der Kontemplation geschieht die Klärung jedoch über die verstandesmäßige Erkenntnis hinaus, vielmehr in der unmittelbaren Erlebbarkeit des göttlichen Seins.

GEGENWART GOTTES
Im Kontemplativen Gebet richten wir uns auf die Person Jesus Christus und seine wirksame Gegenwart im eigenen Herzen aus. Denn Gott selbst gab seine ständige Zusage „Ich bin da“ (Ex 3,14). In einer achtungsvollen Körperhaltung üben wir uns darin ein, unsere Aufmerksamkeit auf ihn zu richten und uns in ihm zu verankern. Der Hl. Paulus sprach ebenfalls vom „Geist Gottes, der in uns wohnt“ (1 Kor 3,16). Es geht darum, selbst zum heiligen Bezirk, zur Wohnung Gottes zu werden.

ACHTSAMKEIT
In einer inneren Haltung des „an-sich-geschehen-lassens“ nimmt der Mensch im kontemplativen Gebet auf, was ist. Gedanken, Gefühle und Verstand kommen zur Ruhe und wandeln sich in eine aufnahmebereite Haltung Gott gegenüber. Insgesamt führt das kontemplative Gebet mit der Zeit weg von den Zerstreuungen und Sorgen des Lebens, hin zu mehr Achtsamkeit gegenüber unseren Mitmenschen, der Schöpfung und uns selbst. Die kontemplative Gebetsform ist dabei nicht auf einzelne Gebetszeiten beschränkt, es führt vielmehr zu einer steten inneren Achtsamkeit und Verbindung mit Jesus Christus.

 

Mehr Klarheit durch Beratung, Coaching, geistliche Begleitung

Impuls vom gesamten Team der Diözesanstelle für Berufungspastoral

BERATUNG
Vier Augen sehen mehr als zwei. Ein Gespräch mit anderen öffnet neue Perspektiven und weitet das Blickfeld. Zu jedem Lebensthema gibt es Fachpersonen, die für einen Ratschlag angefragt werden können.
Wenn du um Rat gefragt wirst, ist das Wertschätzung aber auch Verantwortung. Es geht um die Entscheidung des Ratsuchenden. Deine Lebensgeschichte kann dabei Höchstes ein Beispiel sein.

COACHING
Miteinander auf dein Thema schauen. Wer Coach ist, ist ein professioneller Begleitender, der Techniken beherrscht deine Sichtweise zu weiten. Du bleibst aber immer Expertin bzw. Experte für dein Leben.
Ein starkes Werkzeug, um dich selbst zu coachen, findest du in unserem Arbeitsheft „WOZU!?“. Durch die Bearbeitung wird der Blick auf deine Berufung geweitet.

GEISTLICHE BEGLEITUNG
Es gibt Menschen, die in geistlicher Begleitung geschult sind. Gemeinsam mit dir schauen sie auf die Frage, wie Gott mit dir unterwegs ist.
Gerade wenn die Frage nach einem geistlichen Leben in dir entsteht, ist eine gut ausgebildete Geistliche Begleitung eine enorme Hilfe. In „WOZU!?“ stecken Hilfen für dich und für geistlich Begleitende.

WOZU!?
Du willst dich näher über unser Arbeitsheft WOZU!? informieren oder ein Exemplar für dich oder jemand anderen bestellen? Schreib uns gerne eine E-Mail an berufungspastoral@erzbistum-paderborn.de oder schau mal hier vorbei.

Du kannst uns auch jederzeit in Bezug auf Geistliche Begleitung, Coaching, Beratung zur Berufung oder Informationen zu Berufen in Kirche ansprechen.

Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme!

Weitere Impulse zum Thema Klarheit findest du hier.

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