„Es ist eine wunderbare Aufgabe im Leben"

Studium der katholischen Theologie (Mag. theol.) mit Berufsziel Pastoralreferent (m/w/d)

Glaube, Leben und Beruf miteinander verbinden, nah dran an Gott und den Menschen: Kaum eine andere Tätigkeit bietet dieses abwechslungsreiche Modell.

Als Pastoralreferentin oder Pastoralreferent trägst du zur Entfaltung der pastoralen Arbeit in der Kirche bei. Gemeinsam mit anderen pastoralen Berufsgruppen befähigst du Getaufte zu einem christlichen Zeugnis in Kirche und Welt. Du regst zur Auseinandersetzung mit Fragen des Glaubens und der christlichen Lebensorientierung an und bietest Hilfen an, wie das Evangelium in den unterschiedlichen persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Lebenssituationen verwirklicht werden kann. Zu deinen Aufgaben gehören die pastorale Konzeptentwicklung, die Bildungsarbeit, die Begleitung kirchlicher Entwicklungsprozesse und das Sprechen von Gott in der Verkündigung. Mit deiner Befähigung zur Kommunikation suchst du Wege, den Glauben an Jesus Christus in unserer pluralen Gesellschaft zu verkünden. Auch in umgekehrter Richtung machst du das, was in der Welt von heute gut und wertvoll ist, für das Leben der Kirche fruchtbar.

Die Ausbildung zur Pastoralreferentin oder zum Pastoralreferenten im Erzbistum Paderborn gliedert sich in eine fünfjährige Studien- und eine anschließende zweijährige Berufseinführungsphase. Bereits während der Studienphase unterstützen und begleiten wir dich seitens des Erzbistums Paderborn durch verschiedene studienbegleitende Maßnahmen.

Eine wunderbare Aufgabe im Leben  Interview mit Pastoralreferentin Lea Schmidt:

Du stehst als Pastoralassistentin noch im berufspraktischen Teil deiner Ausbildung zur Pastoralreferentin. Wie läuft es, was machst du gerade?

In meinem ersten Jahr der Pastoralassistenzzeit bin ich in der Abteilung der Schulpastoral eingesetzt. Ich arbeite in der Schülerpastoral und im Mentorat, begleite also Lehramtsstudierende der Katholischen Religionslehre. Das ist spannend, weil ich selbst ja noch vor Kurzem selbst noch studiert habe – und jetzt bin ich schon Mentorin!

 

Was machst du konkret?

Im Rahmen meiner Tätigkeit in der Schülerpastoral fahren wir mit einem ökumenischen Team für eine religiöse Schulwoche an Schulen. Die Schülerinnen und Schüler der Stufen 9 bis Q1 erhalten dabei die Möglichkeit, sich mit Themen ihrer Wahl auseinanderzusetzen. Es geht um alles, was junge Menschen umtreibt: Liebe, Glaube, das Leben nach dem Tod. Ich bin jedes Mal auf Neues verblüfft, wie schnell sich die Schülerinnen und Schüler uns gegenüber öffnen und uns ihre Gedanken, aber auch ihre Sorgen und Nöte anvertrauen. Nicht in jedem Gespräch oder bei jedem Thema steht der persönliche Glaube im Fokus. Allerdings stellt mein Glaube meine Handlungsbasis dar. Über meinen Glauben und meine religiösen Haltungen versuche ich, die Schülerinnen und Schüler seelsorgerisch zu begleiten, in ihrer Identität zu stärken und ihnen neue Horizonte aufzuzeigen.

Welche Aufgaben hast du als Mentorin an der Uni?

Als Team organisieren wir über das Semester hinweg unterschiedliche Veranstaltungen, um den Studierenden die Möglichkeit zu geben, sich mit ihrem Glauben, ihrer religiösen Sprachfähigkeit und ihrer späteren Rolle als Religionslehrkräfte auseinanderzusetzen. Damit und durch seelsorgliche Begleitung und gemeinsame Gespräche arbeiten wir daran, die Studierenden in ihrer Identität als Religionslehrkraft zu stärken. Aus meinem Glauben heraus versuche ich, eine Brücke zwischen der Kirche und den Studierenden zu sein, weil auch die Studierenden später eine Brückenfunktion zwischen der Kirche und der Schule haben werden. Mir ist es wichtig, eine authentische Balance zwischen Glaube und Annahme der säkularen Wirklichkeit an Schulen zu finden und meine Erkenntnisse an andere weitergeben zu können.

Was liebst Du an deiner Berufung?

Ich liebe es, dass ich Menschen auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen begleiten, stärken und zum Nachdenken bewegen kann. Bei der Arbeit bei den Religiösen Schulwochen ist es für mich immer wieder erstaunlich, wie sich die anfängliche Skepsis und Ablehnung der Schülerinnen und Schüler in Freude, Offenheit und auch ein großes Stück Dankbarkeit verwandelt. Deshalb bin auch ich für diese Arbeit sehr dankbar. Die Jugendlichen können aus dieser Zeit oft viel für sich und ihr Leben mitnehmen. Zudem wird gerade in dem Abschlussgottesdienst deutlich, dass viele Jugendliche doch spiritueller sind, als sie je selbst von sich behaupten würden. Natürlich ist es auch manchmal herausfordernd, etwa wenn kritische Fragen gegenüber der Kirche oder des Glaubens an uns gestellt werden. Aber auch hier gilt für mich: Ich bin zunächst mal ein Mensch, ein Geschöpf Gottes. Dies bedeutet für mich, dass ich auch Fehler haben und dazu stehen darf. Das macht mich und meinen Glauben authentisch.

Das gilt auch für die Begleitung der Studierenden der Katholischen Religionslehre. Hier gibt es in jeder Veranstaltungen Menschen, die mich überraschen, denen ich einen Raum geben kann, denen ich neue Perspektive aufzeigen kann. Natürlich trifft nicht jede Veranstaltung den Nerv aller Teilnehmenden. Allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass wir über das Mentorat eine Stütze für die Studierenden sein können. Dies wird manchmal erst zum Ende des Mentorats deutlich, also in der Reflexion. Ich finde es spannend, die Entwicklung der Studierenden in den einzelnen Veranstaltungen mitzuerleben. Vor allem bei spirituellen Angeboten passiert mit den Studierenden etwas Ähnliches wie mit den Jugendlichen in den Religiösen Schulwochen: Auch hier weicht die anfängliche Skepsis oft einer tiefen Auseinandersetzung mit der persönlichen Glaubensbiographie, mit der eigenen Gottesvorstellung und mit der Gebetshaltung. Der eigene Glaube ist etwas Dynamisches, diese Dynamik erlebe ich daher auch in unseren Veranstaltungen. Hier darf ich ein Teil der Begleitung, Stärkung und auch der Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden sein. Dafür bin ich sehr dankbar.

Dein Weg zum Berufsziel

Die Ausbildung zur Pastoralreferentin oder zum Pastoralreferenten im Erzbistum Paderborn gliedert sich in eine fünfjährige Studien- und eine anschließende zweijährige Berufseinführungsphase. Bereits während der Studienphase unterstützen und begleiten wir dich seitens des Erzbistums Paderborn durch verschiedene studienbegleitende Maßnahmen.

Das Studium

Zum Beruf einer Pastoralreferentin oder eines Pastoralreferenten führt in erster Linie das Studium der Katholischen Theologie. Der Studiengang besteht aus einer sechssemestrigen Grundlegungsphase in Theologie, Philosophie und Psychologie. Darauf folgen eine viersemestrige Vertiefungsphase sowie der Magister-Abschluss. Den Magister-Abschluss kannst du deutschlandweit an jeder Hochschule, die den Studiengang anbietet, erwerben. Solltest du in Paderborn studieren wollen, bietet dir die Theologische Fakultät Paderborn die Möglichkeit, den Magister-Studiengang zu absolvieren.

Uns ist es uns wichtig, dich bereits während deines Studiums in studienbegleitenden Veranstaltungen und Praktika auf die Berufseinführung als Pastoralreferentin oder Pastoralreferent vorzubereiten. Zusammen mit weiteren Studierenden nehmen wir dich in unseren Kreis der Interessierten auf. Hier beraten wir dich zur Wahl deiner studienbegleitenden Praktika. Falls der Beruf der Pastoralreferentin oder des Pastoralreferenten in unserem Erzbistum für dich infrage kommt, folgt in den letzten zwei Jahren deines Studiums die Bewerberkreisphase. Über den Kreis der Interessierten und Bewerbenden erhältst du die Möglichkeit, an begleitenden Veranstaltungen zur spirituellen und pastoral-praktischen Vorbereitung auf den Beruf teilzunehmen. Außerdem kannst du dich in den von uns organisierten diözesanen Veranstaltungen bereits mit anderen Leuten aus dem Erzbistum vernetzen.

Mit Abschluss der Bewerberkreisphase steht deiner Berufseinführung als Pastoralreferentin oder Pastoralreferent nichts mehr entgegen.

Du hast dein Lehramtsstudium Katholische Theologie für Gymnasium/Gesamtschule (mit Ergänzungsprüfung) erfolgreich abgeschlossen. Der Beruf der Lehrerin oder des Lehrers fühlt sich für dich jedoch noch nicht nach dem richtigen Weg an? Du willst näher an den Menschen sein und in der Kirche etwas bewegen? Nimm gerne Kontakt zu uns auf, sodass wir gemeinsam mit dir einen möglichen Einstieg in die Berufseinführungsphase zur Pastoralreferentin oder zum Pastoralreferenten besprechen können.

Die Berufseinführung

Im Anschluss an das Studium schließt sich eine zweijährige Berufseinführungsphase im Erzbistum Paderborn an. Die Berufseinführung zur Pastoralreferentin oder zum Pastoralreferenten beginnt jedes Jahr im Herbst. Während dieser Assistenzzeit arbeitest du in zwei Einsatzbereichen des Berufsfelds, etwa in kategorialen Seelsorgebereichen, in Bildungshäusern und Akademien, auf Dekanatsebene oder im Bereich der katholischen Erwachsenen- und Familienbildung. Dabei begleiten dich erfahrene Kolleginnen und Kollegen. Du besuchst Seminare zur Berufseinführung, bekommst Supervision und lernst bei Studientagen und Exerzitien andere Leute aus kirchlichen Berufsfeldern kennen.

Nach Ablegung der Prüfung im pastoralen Bereich, die jeweils aus einer schriftlichen Hausarbeit, einer praktischen Prüfung und einem Abschlusskolloquium besteht, hast du den Abschluss als Pastoralreferentin oder Pastoralreferent in der Tasche und erhältst durch unseren Erzbischof Hans-Josef Becker die kanonische Beauftragung zum pastoralen Dienst.

Dein Entgelt während der Berufseinführung

Dein monatliches Entgelt (brutto) beträgt im ersten Jahr der Berufseinführung 3.508,11 Euro. Im zweiten Jahr erhöht sich dein monatliches Entgelt auf 3.856,11 Euro (brutto). Weitere Entgeltbestandteile bilden das Weihnachtsgeld, die pauschale Jahreszahlung sowie vermögenswirksame Leistungen.

Interessen und Voraussetzungen

Du möchtest aus deinem Glauben heraus die Kirche von heute und morgen mitgestalten? Die Beziehung zu Gott ist eine Kraftquelle für dich? Das Gebet, die Orientierung am Evangelium und die Teilnahme am kirchlichen Leben sind dir nicht fremd? Du bist gerne im Kontakt mit Menschen und interessierst dich für ihre Themen und Lebensfragen? Wenn du diese Fragen mit Ja beantworten kannst, dann ist der Beruf der Pastoralreferentin oder des Pastoralreferenten eine gute Wahl für dich.

Deine zukünftigen Arbeitsfelder

Deine Aufgabenfelder als Pastoralreferentin oder Pastoralreferent sind vielfältig und liegen

  • in kategorialen Seelsorgebereichen (Krankenhaus-, Gefängnis-, Schul-, Hochschul-, Jugend- und Familienseelsorge),
  • in Bildungshäusern und Akademien,
  • in der katholischen Erwachsenen- und Familienbildung,
  • auf Dekanatsebene,
  • auf Diözesanebene, etwa im Bereich Rätearbeit oder des Bereichs Mission – Entwicklung – Frieden,
  • in der Schulpastoral oder
  • in weiteren pastoralen Projekten

Aufnahme in den Kreis der Interessierten und Bewerbenden

Bitte nimm bereits zu Beginn deines Studiums Kontakt mit uns auf, um in den Kreis der Interessierten aufgenommen zu werden. Wir laden dich dann zu einem Bewerbungsgespräch ein. Darin geben wir dir die Möglichkeit, dich vorzustellen, und erläutern dir anschließend die ausbildungs- und berufsrelevanten Rahmenbedingungen.

Sofern du dich für den Beruf der Pastoralreferentin oder des Pastoralreferenten entschieden hast, ist es wichtig, dass du während der letzten zwei Jahre deines Theologiestudiums bereits in unseren Bewerberkreis aufgenommen wirst. Die Bewerberkreisphase ist Voraussetzung für die Bewerbung zur anschließenden zweijährigen Berufseinführung.

Kontakt

Cordula  Picht

Telefon: 05251 125-1624

“Du möchtest mehr über die diözesane Begleitung während des Studiums wissen?”

Maren Gödde

Telefon: 05251 125-1737

“Du möchtest mehr über die Berufseinführung nach dem Studium wissen?”

Adresse: Leostraße 21 | 33098 Paderborn
berufungspastoral@erzbistum-paderborn.de
05251 206-5400
#gotteswerker
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