Bibel zum Kaffee

4. Mai 2021
Für Theresa Wagner ist die Bibel eine wichtige Kraftquelle.

„Das Bibellesen und das Gebet geben mir das Gefühl, nicht allein zu sein. Das ist mir in der Corona-Pandemie besonders wichtig.
– Theresa Wagner

Die Gemeindeassistentin, Theresa Wagner, die derzeit im Pastoralverbund Balve-Hönnetal arbeitet, hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie will die Bibel einmal von vorne bis hinten durchlesen, vom Buch Genesis bis zur Offenbarung des Johannes. Bis zum 2. Buch der Makkabäer ist sie schon gekommen, dafür hat sie ein gutes Jahr gebraucht. „Ich lese jeden Morgen in der Bibel, direkt mit dem ersten Kaffee“, sagt sie. „Manchmal ist es nur eine halbe Seite, manchmal sind es auch zehn Seiten, das ist ganz unterschiedlich.“ Unterschiedlich ist auch die Wirkung, die die Texte auf sie haben: „Es gibt Passagen, die mir spontan wenig oder gar nichts sagen“, beschreibt sie. „Andere dagegen sind eine echte Bereicherung und geben mir wichtige Impulse mit auf den Weg. Inzwischen ist es so, dass mir etwas fehlt, wenn ich den Tag nicht mit Bibellektüre beginne.“ Auch am Abend hat Theresa Wagner ein festes Ritual: „Ich denke an das, was an dem Tag gut war, und bette es in ein Gebet ein, meist in Form der Komplet. Bei der Gestaltung lasse ich mir aber Spielraum.“ Diese Praxis gibt viel Kraft: „Das Bibellesen und das Gebet geben meinem Alltag Struktur und Halt. Beides stärkt und bewahrt meinen Glauben. Ich erlebe auch das Gefühl, nicht allein zu sein. Das ist für mich sowieso einer der Kernpunkte meines Glaubens. Gerade jetzt in der Corona-Pandemie ist mir das noch wichtiger, weil ich natürlich weniger direkten Kontakt zu Menschen habe.“ Außerdem erfährt sie Entlastung durch das Gefühl, nicht alles selbst in der Hand haben zu müssen: „Wenn man an Grenzen stößt, kann man im Gebet auch Dinge abgeben und damit ablegen.“ Worship-Musik ist eine weitere wichtige Begleiterin ihres Alltags. Kennengelernt hat sie diese Form der geistlichen Musik während des Studiums – als Alternative zum Gotteslob oder zum Schwerter Liederbuch. „Ich höre diese Musik zum Beispiel beim Joggen“, so die Gemeindeassistentin, die sich im zweiten Jahr ihrer Ausbildung befindet. „Ich ziehe viel Freude und Kraft daraus. Häufig passiert es mir, dass mir die Schönheit der Welt plötzlich bewusst wird und dass in mir eine große Dankbarkeit aufkommt für das, was ist, auch ein Gefühl von Bewunderung. Nicht immer, aber manchmal schon. Diese Momente treiben mich auch an, mit dem Bibellesen und dem abendlichen Gebet immer weiterzumachen.“

 

Text und Bild: Erzblatt Ausgabe 01/21
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