Es ist schon eine ganze Weile her, dass wir es in unserer Familie getan haben.
Aber letztens, da merkten wir: es ist wieder nötig. Dieses eine, kleine, unscheinbare Zeichen. Uns so zückten wir früh morgens den schwarzen Edding, bevor wir vier in unterschiedlichste Richtungen das Haus verließen und malten einander gegenseitig ein kleines Herz in die Handinnenfläche.
Wir erinnerten uns daran, was wir uns schon vor Jahren immer sagten: Du darfst dieses kleine Herzchen drücken und reiben, wenn du es brauchst. Der andere wird es spüren. Und so zogen wir los – in der Gewissheit, nicht nur über Worte, sondern auch über dieses sichtbare Zeichen hinweg verbunden zu sein.
„Wurzeln und Flügel“ – das ist der Wunsch, den Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben und der auch zutiefst in meinem Mann und mir verankert ist. Wurzeln, die tief im Boden verankert sind, die verorten, die Halt geben. Und Flügel, die hinaustragen und mutig sein lassen – offen für Neues.
Und alles ist und bleibt in der Liebe verwurzelt. Die Liebe, die alles trägt, hält und miteinander verbindet. Die Liebe, die manchmal ausgesprochen nicht reicht, sondern noch dieses eine, kleine, sichtbare Zeichen braucht: das gemalte Herz in der Hand. Und die Gewissheit: „Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“
Probieren Sie es heute doch mal aus!
Ann-Kristin Idzik,
PR Soest und Referentin für spirituelle Angebote im Pauluskolleg Paderborn