29.02.2024
monatliche Gebetstage um geistliche Berufungen

Im Gespräch mit Familienvater und Ehemann Simon Wolter

Der heutige monatliche Gebetstag um geistliche Berufungen trägt die Intention "Familien / Ehepaare / Eltern“. Diesen Tag haben wir als Anlass genommen, um mit dem Familienvater und Ehemann Simon Wolter zu sprechen.

Zu Beginn möchten wir dir Simon Wolter (41) vorstellen. Er ist seit 2007 verheiratet und glücklicher Vater von drei Mädchen zwischen 5 und 13 Jahren. Simon ist Gemeindereferent im Pastoralverbund Stockkämpen und seit kurzem noch ein wenig bei den Beratungsdiensten des Erzbistums unterwegs.

 

Welche Rolle spielt der Glaube für euch als Familie?

Meine Frau und ich haben uns im Studium der Religionspädagogik kennengelernt. Von Anfang an haben wir die gemeinsame Basis von aus der kirchlichen Jugendarbeit kommenden Menschen, deren Glaube dem Leben Halt gibt, geschätzt. Oder anders ausgedrückt: Wir machen gern mal Quatsch mit Kindern und Jugendlichen, weil Gott uns dazu befreit hat, und wissen um das große Geschenk, sich von Gott immer wieder geliebt zu wissen.

 

Wie lebt ihr euren Glauben als Familie?

Das Klischee der Familie, die jeden Sonntag zur Kirche geht, erfüllen wir. Von Kinderbibeltagen über Familienwochenenden und Krippenspielen oder Chorangeboten tigert die ganze Familie quer durch die Angebotswelt der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde. So haben wir ein enges Netzwerk von Menschen in einer ähnlichen Lebenssituation, die mit uns auf dem Weg sind, aufbauen können. Glaube ist so schon Thema des Alltags. In Gruppen oder auch am Frühstückstisch.

Explizit als Familie kommen wir nahezu jeden Abend zusammen und halten Gott Gutes und Herausforderndes des Tages hin, eine gute „Tagesschau“ zum Wissen um den anderen und um Gott zu danken und zu bitten.

 

 

Sind euch als Familie Herausforderungen im Glauben begegnet?

Klar. Fünf Personen mit unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen leben zusammen. Total schön und immer mal wieder eine Herausforderung.

Aber eine größere Herausforderung ist es für mich als Vater bzw. für uns als Eltern, wenn die Kinder schwer krank werden. Bei zwei Krankenhausaufenthalten unserer mittleren bzw. jüngsten Tochter, da haben wir uns gefragt, warum Gott so ein Leid an so einem kleinen, unschuldigen Wesen zulassen kann. Es war eine ganz schöne Zumutung, die Kinder leiden zu sehen, von Tag zu Tag eine Verschlechterung des Zustands und so wenig selbst in der Hand zu haben.

„Gott sei Dank“ sind beide wieder fit und wir können „Gott sei Dank“ schreiben. Vielleicht wäre der Glaube sonst zerbrochen, selbst wenn wir nun im Nachhinein sagen können, dass es auch Kraft gegeben hat, „wenigstens“ beten zu können und einen Adressaten unserer Bitten und Klagen gehabt zu haben.

 

An welchen Orten und wie tankt ihr neue Kraft?

Da sind wir ganz unterschiedlich – neben den bereits oben genannten „Tankstellen“ des Alltags.

Meine Frau tut das regelmäßige kontemplative Gebet und jährliche Exerzitien gut. Ich komme Gott eher aktiv beim Jogging oder in der Interaktion mit anderen Glaubenden auf die Spur.

 

Was bedeutet Berufung für euch persönlich?

Im ganz einfachen Wortsinn sind wir alle zu etwas gerufen in dieser Welt. Wir haben Talente geschenkt bekommen und dürfen sie einsetzen, damit die Welt ein wenig lebenswerter wird oder – in „Kirchendeutsch“ ausgedrückt – damit Gottes Reich auf der Erde wächst.

Das ist also nichts Überhöhtes und braucht nicht mehr als ein – Achtung: Wieder Kirchendeutsch! – hörendes Herz, wozu ich gerade in welcher Funktion an einem Ort bin.

 

Was möchtet ihr Personen mitgeben, die den Wunsch verspüren, ihre Berufung intensiver zu leben?

Trau dich, auch gegen Zweifel von innen oder außen. Und im schlimmsten Fall hat man halt einen Fehler gemacht und was würde dann ein befreundeter Priester sagen: Aufstehen, Krone richten, weitergehen!

 

 

 

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