Wurzeln sieht man – zumindest meistens – nicht, aber sie halten, nähren und geben Stabilität, gerade dann, wenn alles um uns herum wackelt.
Wurzeln trotzen dem Sturm. Wenn Paulus schreibt, dass wir in der Liebe Gottes verwurzelt sein und auf sie bauen sollen, zeigt er uns, wo unsere Wurzel, unsere eigentliche Kraftquelle liegt.
Vielleicht ist dieser Advent eine Einladung, meine eigenen „Wurzeln“ neu zu entdecken:
Was hält mich wirklich, auch wenn der Alltag stressig wird oder Gefühle Achterbahn fahren?
Wo erlebe ich Liebe – in einer Umarmung, einer ehrlichen Nachricht, einem ermutigenden Moment?
Wo spüre ich Gottes Nähe – im Gebet, in Musik, in einem stillen Augenblick?
Und wo kann ich selbst Liebe weitergeben – leise, unspektakulär, aber echt?
Gott wird Mensch, um mir zu zeigen: Ich bin gehalten. Ich bin geliebt. Ich darf wachsen. Bedingungslos. Und genau hier, mitten im Advent, dürfen meine Wurzeln tiefer und stärker werden.
Alex Thätner,
Abteilung Personalentwicklung und Pauluskolleg Paderborn