Pater Alois, stellen Sie sich zu Beginn gerne vor:
Ich bin P. Alois Schlachter, 1964 in Lindenberg im Allgäu geboren und seit 1983 bei den Missionaren vom Kostbaren Blut. Nach meinem Studium in Salzburg und Mainz war ich in verschiedenen Ländern und Aufgabenbereichen tätig.
Was hat Sie dazu bewegt, Ordenschrist zu werden?
Der Wunsch, mit anderen gemeinsam mit und für Gott zu leben. Ich hatte als Jugendlicher verschiedene Gemeinschaften kennengelernt und bin konkret immer mehr in die „hineingewachsen“, zu der ich gehöre.
Was war das Besondere und Prägende an Ihrem Weg?
Jeder menschliche Lebensweg ist einmalig und insofern besonders. Meiner ist außer allerhand Ortswechseln vielleicht geprägt durch den Wunsch nach dem Miteinander von Charismen, durch Kontakte mit vielen anderen Ordenschrist*innen.
Sind Ihnen auf Ihrem Weg auch Herausforderungen begegnet?
Die bereits angedeuteten Ortswechsel! In einem anderen Land, einer fremden Sprache und anderen Formen des Zusammenlebens anzukommen, das ist „nicht ohne“!
Was fasziniert Sie an Ihrer Aufgabe?
Es sind der Kontakt mit Gott und derjenige mit den Menschen, die Begegnungen unterschiedlicher Art und die dabei zu machenden Erfahrungen.
An welchen Orten und wie tanken Sie neue Kraft und Zuversicht?
Hier würde ich eher von „Formen“ als von Orten sprechen. Mich bereichert der Austausch mit anderen Menschen, ich gehe gerne wandern, auch mal einen Tag lang. Und ich nehme mir Zeit für das stille Gebet und die Eucharistiefeier.
Was bedeutet Berufung für Sie persönlich?
Es ist die Art, wie der unbegreifliche Gott sich mir zuwendet und der Versuch meiner stümperhaften Antwort darauf.
Was möchten Sie Personen mitgeben, die den Wunsch verspüren, ihre Berufung intensiver zu leben?
Suche dir Gleichgesinnte, um gemeinsam „unterwegs“ zu sein. Und versuche, dich im Gebet, durch das Lesen der Heiligen Schrift und im Gottesdienst für Gott zu öffnen.
Lieber Pater Alois, wir danken Ihnen für dieses Gespräch und wünschen Ihnen alles Gute!