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„ Menschen dabei zu unterstützen,
dass ihr Leben gelingt und zeigen,
wie dafür der Glaube der größte Schatz ist.

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Thomas Wulf

Hallo, Herr Pfarrer Wulf! Pfarrer sind viel beschäftigte Menschen. Was beschäftigt Sie gerade?

Heute Vormittag habe ich einen Antrittsbesuch in einem der 7 Kindergärten gemacht, die auf meinem Zuständigkeitsgebiet liegen. Es war eine Freude bei den Kindern zu sein und ein gutes Gespräch mit der Leiterin der Einrichtung zu führen. Die Kindergärten sind wichtige pastorale Orte!

Anschließend habe ich eine Familie besucht, bei der in der vergangenen Nacht nach längerer Krankheit der Vater gestorben ist. Wir haben an seinem Bett miteinander gebetet und ich habe versucht, der Familie Trost zu spenden. So bin ich beschäftigt in der Rolle des Leiters und des Seelsorgers.

Im Oktober letzten Jahres haben Sie als Pfarrer in Lippstadt begonnen. Wie geht es ihnen nach den ersten 100 Tagen?

Mit Weihnachten liegt das erste Hochfest hinter mir und ich kann sagen, dass ich mich in Lippstadt und in den Gemeinden schon sehr angenommen und wohl fühle. Ich bin sehr gerne hier. Etwas Wehmut beim Blick zurück nach Warstein gab es an den Feiertagen auch.

Wie gehen Sie die neue Aufgabe an?

Es gibt die alte Regel, dass man im ersten Jahr zunächst nur „sehen“ soll, das heißt möglichst viel aufzunehmen, aber noch nichts zu ändern. Dies ist eine gute Regel, an die ich mich aber nicht zu 100% halten kann, denn es gibt täglich verschiedenste Situationen, in denen auch Entscheidungen getroffen werden müssen. Die erste Gemeinde von den vielen ist für mich das Seelsorgeteam. Ich möchte von denen hören und lernen, die sich hier schon lange einsetzten und mit ihnen gemeinsam einen Weg in die Zukunft gehen. Wichtig sind die Wahlen zum Gesamtpfarrgemeinderat, die wir aufgrund der besonderen Situation in den März verschoben haben.

Im Weihnachtsevangelium hieß es: „Und alle, die es hörten, staunten über die Worte der Hirten.“ (Lk 2,18). Dieser Satz ist mir aus den Feiertagen nachgegangen. Ich möchte neben all den Sitzungen mit langen Tagesordnungen auch staunen können über das, was Gott wirkt. Also ein kleines Motto für 2018: Soviel Tagesordnung wie nötig, soviel Staunen wie möglich!

Sie haben ja erst einen anderen Beruf erlernt. Wie kam es dazu, dass Sie umgeschwenkt haben und Priester geworden sind?

Ich war immer eng mit der Kirchengemeinde verbunden, bin Messdiener und Lektor gewesen und habe mich in der KAB engagiert. Doch mein Weg führte mich zunächst über Hauptschule und Handelsschule in die Ausbildung zum Bürokaufmann. Der Gedanke vielleicht Priester zu werden, den gab es unausgesprochen schon lange. Für mich war es dann sehr entscheidend, auf andere junge Menschen zu treffen, die mit mir den Glauben und die Idee, ganz für Gott zu leben, geteilt haben. Die Entscheidung ist dann schrittweise gereift: Abitur am Clemens-Hofbauer-Kolleg, Studium in Paderborn und Wien, Priesterseminar, Diakonenweihe und Priesterweihe. Die Bestätigung, den richtigen Weg gegangen zu sein, war für mich die Freude an meinem Dienst vom ersten Tag an – bis heute!

Was ist für Sie heute das Beste an Ihrem Beruf?

Vor vielen Jahren habe ich es in einem Artikel mit der Überschrift „Priestergeschichten“ einmal so formuliert: „Menschen dabei zu unterstützen, dass ihr Leben gelingt und zeigen, wie dafür der Glaube der größte Schatz ist.“- Finde ich immer noch treffend. Und was den Beruf so attraktiv macht, dass ich meine eigenen Talente dazugeben darf.

Worauf, würden Sie sagen, muss man sich heute als junger Mensch einstellen, wenn man Priester werden will?

In diesem Sommer durfte ich die großen Exerzitien machen und eines der inneren Bilder, die mich begleitet haben, war das der „Jüngerschule“. Die Jünger sind bei Jesus in die Schule gegangen, haben das Leben geteilt und waren gemeinsam mit ihm unterwegs. Sie waren also keine Einzelkämpfer, sondern haben ein gemeinschaftliches Leben geführt, sie waren nicht schon fertig, sondern als Lernende unterwegs. Darin stecken für mich wichtige Kennzeichen eines zukunftsfähigen Lebensentwurfs des Priesters. Ein junger Mensch, der Priester werden will, muss sich darauf einstellen, dass er ein Teamspieler ist, den Veränderungen und Neubeginn nicht verängstigen sondern locken. – Ich hoffe, dass auch mir dies immer wieder gelingt.

 

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