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„Brannte uns nicht das Herz, als er mit uns redete?“

(Lk 24,32)

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Stephanie Göhlich

Was können Sie uns zu Ihrer derzeitigen Situation sagen?

Ich heiße Stephanie Göhlich, bin 46 Jahre alt und gehöre seit 1994 dem Missionsbenediktinischen Säkularinstitut St. Bonifatius an. Seit einigen Jahren arbeite ich in der Jugendbildungsstätte Kupferberg als  Hauswirtschaftsleiterin und stehe in diesem Jahr vor Beendigung der Meisterprüfung im Beruf HauswirtschafterIn.

Können Sie uns mehr zum Leben im Säkularinstitut sagen? Was unterscheidet es von einem Kloster?

Wir leben in Gruppen oder als Einzelne in Deutschland, Norwegen, England, Spanien, Italien, Guatemala, Ruanda und im Kongo (Zaire). Als gottgeweihte Laien leben wir ohne äußere Zeichen (Tracht) mitten in der Welt, z.B. wäre es möglich, in einer Mietwohnung in einem Wohnblock zu leben. Nach der Formungszeit legen wir die Gelübde der Armut, Ehelosigkeit und des Gehorsams ab. 175 Frauen gehören weltweit zur Gemeinschaft.

Wie haben Sie ihren Weg in das Institut St. Bonifatius gefunden?

Ich bin als Älteste von 4 Kindern in einer katholischen Familie aufgewachsen. Schon früh war es mir wichtig, mein Leben aus dem Glauben heraus zu gestalten. In der letzten Pfarrei, zu der ich gehörte und auf Dekanatsebene war ich besonders in der Ministranten- und Jugendarbeit aktiv.

Als Postbeamtin war ich beruflich abgesichert, hatte eine gemütliche Wohnung und gute Freunde, also ein richtig tolles Leben und super Zukunftsaussichten. Aber irgendwie fehlte mir etwas; da war eine Unruhe in mir und die Frage: „War das jetzt alles, was das Leben so bringt oder hat Gott mit mir noch einen anderen Plan?“
Während eines Osterurlaubes wollte ich etwas für mich tun und neue Leute kennenlernen. Ich nahm an Radwanderexerzitien teil mit dem Thema: „Von der Quelle bis zur Mündung“ und kam zum ersten Mal auf den Kupferberg, wo ich mich gleich wie zuhause gefühlt habe.

Waren Ihre Fragen, was Gott mit Ihnen vorhat, da plötzlich gelöst?

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich keine Ahnung, was das Institut St. Bonifatius ist, geschweige denn, dass ich später dort eintreten würde. Ein Priester, dessen Gemeindeprojekt wir unterwegs besuchten, brachte den Stein ins Rollen, als er mich nach der Vorstellrunde fragte, zu welcher Gemeinschaft ich denn gehören würde. An jenem Tag trug ich das Pilgerkreuz der Gruppe mit einer Darstellung der Emmausjünger. Diese Frage traf mich wie ein Schlag und hat mich stark beschäftigt.
Wie den Emmausjüngern brannte mir das Herz, aber wie es weitergehen sollte, war mir nicht klar. Nach zwei Wochen und so mancher stillen Zeit in einer Kapelle brach mein Widerstand und ich sagte „Ja“ zum Anruf Gottes.
Ein halbes Jahr später bin ich ins Institut St. Bonifatius eingetreten.

Welche Erfahrung trägt Sie auf diesem Weg?

Immer wieder durfte ich erleben, dass Gott die Herzenswünsche eines jeden Menschen kennt und ER immer für eine Überraschung gut ist. Besonders in Situationen, in denen ich dachte, es geht nicht mehr, taten sich neue Wege auf, gab es ein klärendes Gespräch, kam der Frieden zurück.
Jeder neue Tag lehrt mich, immer wieder darauf zu vertrauen, dass Gott weiß, was er mit mir vor hat. In Zeiten des Gebetes oder dem Verweilen vor dem Tabernakel bitte ich Gott, mich in der Treue zu bewahren und mir zu helfen, seinen Weg mit mir zu gehen.

Wenn Sie auf Ihren persönlichen Weg zurückschauen: Was würden Sie gerne einem jungen Menschen, der auf der Suche ist, mit auf den Weg geben?

„Fürchte dich nicht!, auf die leise Stimme in deinem Herzen zu hören.
Suche dir einen ruhigen Ort, an den du dich zurückziehen kannst, um dieser leisen Stimme nachzuspüren und ihr in dir Raum zu geben. Sprich darüber mit einer Person deines Vertrauens, die dich versteht und deine Fragen beantworten kann.
Bitte Gott, dir dabei zu helfen, den Weg zu finden, den ER für dich gedacht hat. ER wird dir dafür seine Hand hinhalten.
Vertraue darauf, dass ER dich nicht verlässt und dann – schlag ein!“

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