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„Erfülltes Leben: ein Geschenk Gottes“

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Sr. Gabriele Lüdenbach

„Ich? Ins Kloster? Niemals!“

Soweit der Originalton ‚Gabi Lüdenbach’ gut ein Jahr vor dem Abitur. Ins Kloster? Das konnte ich mir wirklich nicht vorstellen. Interessiert war ich aber an einem Einsatz in Afrika, sicher auch, weil zuhause viel für eine Missionsstation in Südafrika getan wurde. Dort zu arbeiten war ein Traum von mir.

Aufgewachsen bin ich in einer ‚gut katholischen’ Familie in der Nähe von Köln als Älteste von sechs Kindern. Alles war ‚ganz normal’ – bis kurz vor dem Abitur in mir plötzlich eine große Unruhe begann. Immer wieder kam der Gedanke ans Kloster, obwohl es äußerlich dazu keinen Anlass gab. Ich habe mich über Monate dagegen gewehrt, doch da war ‚Jemand’ stärker als ich – Gott -, der mich immer intensiver rief. Ich ging plötzlich sehr gerne und freiwillig in den Gottesdienst, suchte Zeiten für persönliches Gebet. Jahre später hörte ich den Satz: ‚DU hast mich betört, und ich ließ mich betören.’ Ja, das war meine Erfahrung mit Gott.

Eingetreten bin ich 1977 bei den Salzkottener Franziskanerinnen mit der Vorstellung: Ich will in die Mission nach Afrika. 1982 entschied ich mich trotz der Ungewissheit eines möglichen Auslandseinsatzes in Afrika für die Ablegung der Ewigen Profess. Denn mittlerweile hatte sich in mir eine Überzeugung, eine Gewissheit gebildet, die weit über den ursprünglichen Traum vom Einsatz in Afrika hinaus reichte: Ich gehöre in diese Gemeinschaft. Wenn Gott mich wirklich in Afrika haben wollte, würde es auch von Salzkotten aus gehen.

Und es ging: 1986 begann ein sechsjähriger Einsatz in Malawi/Südostafrika als Krankenschwester, diese Ausbildung hatte ich 1982 abgeschlossen. Jetzt war ich da, wo ich immer hinwollte und wo ich hingehörte. Dachte ich. Aber Gott hatte anders geplant. Ich war der Belastung nicht gewachsen und kehrte 1992 nach meinem Heimaturlaub nicht nach Malawi zurück.

In all den Jahren bis heute begleitet mich ein Wort Jesu aus dem Johannesevangelium: “Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“. Das nehme ich Jesus ab: ER will, dass ich, dass jede/r von uns tief erfüllt lebt. Und das ist in allen Lebensformen möglich, jeweils anders, aber nicht mehr oder weniger erfüllt. Und: Schwierigkeiten, Sorgen, Leid gehören zu einem erfüllten Leben dazu.

In mir ist ein tiefer Glaube gewachsen, dass Gott mit mir auf dem Weg ist und dass ER weiß, was für mich gut ist. Vertrauen in IHN muss ich immer wieder neu und tiefer einüben, gerade dann, wenn ich nicht mehr weiterkann, wenn ich versuche, alles alleine zu schaffen.

Dieser tiefe Glaube an einen liebenden, mit mir und uns gehenden Gott schenkt meinem Suchen und Fragen nach Gottes Willen in meinem persönlichen Leben, aber auch im Leben der Kirche eine zunehmende innere Freiheit und Gelassenheit.

Seit 1998 bin ich nicht mehr als Krankenschwester tätig, sondern in der Berufungspastoral, zunächst in unserer Gemeinschaft, seit 2003 als Referentin in der Diözesanstelle Berufungspastoral. Im Oktober 2009 sind wir in das Jugendhaus Hardehausen umgezogen. Dafür bin ich unendlich dankbar. Im Kontakt mit vielen nicht nur jungen Menschen darf ich Gottes Spuren entdecken helfen, darf sie teilhaben lassen an meinen Erfahrungen mit diesem Gott des Lebens und werde reich beschenkt durch all die Gaben und Erfahrungen, die diese Menschen mit mir teilen.

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