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„Gott kann aus allem Heil erwachsen lassen“

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Sr. Alexandra Völzke

Gott kann aus allem Heil erwachsen lassen – wenn der Mensch Ihm und sich selbst nicht im Wege steht. Wie oft durfte ich das in meinem Leben erfahren.

Behütet aufgewachsen bin ich in einer durchaus interessanten Familie. Vom Vater, dem Tierarzt, lernte ich die Liebe zur Natur, von der Mutter, der Hausärztin, die Zuwendung zum Menschen und von den Brüdern die Geschwisterlichkeit. In der Auseinandersetzung mit Krankheit, Leid und Tod, erschloss sich mir – fast wie von selbst – die Kostbarkeit des Lebens. 

Groß geworden bin ich in der ehemaligen DDR, in der sozialistischen Schule, in welcher Religion keine Rolle spielte, wohl aber Frieden und Gerechtigkeit unter den Völkern. Als einzige Katholikin in meiner Klassenstufe lebte ich mein Christsein zurückhaltend, aber bewusst. Nach dem Wunder der friedlichen Revolution 1989/90 musste ich meinen Klassenkameraden Feiertage und wesentliche Inhalte des Christentums erläutern, als dann plötzlich die Kirche in den Medien präsent war.

In der vorpommerschen Diaspora leben die Christen nach wie vor in einer ökumenischen Minderheitensituation. In meiner Heimatstadt gibt es gerade mal 2% Katholiken und 12-15% evangelische Christen. Dafür ist der Zusammenhalt in und zwischen den Gemeinden sehr groß. In den kleinen Verhältnissen kennt man sich eben gut. So konnte ich eine lebendige Gemeinde vor Ort erleben, in der der Religionsunterricht in den Gemeinderäumen stattfand und zugleich mit Liturgie und wöchentlichen Jugendabenden verbunden war. Immer wieder bewegten uns bei Lagerfeuer, Volleyball und Bastelabenden auch spirituelle Themen.  Früh geprägt haben mich die Religiösen Kinderwochen (RKW), die ich später als Jugendliche mit Freude für die Kinder mit Material des Bonifatiuswerkes mitgestaltete.

Durch diese Gemeinschaft im Glauben und durch die Beschäftigung mit dem Wort Gottes durch den Lektorendienst war ich auf der Suche, wie sich für mich christliches Leben im beruflichen Alltag gestalten könnte. Vor und während meines Medizinstudiums bin ich durch Lektüre und Assisi-Reisen für junge Leute in Kontakt mit der franziskanischen Spiritualität gekommen, die mich bis heute fasziniert. Ich fand darin gute Antworten für so manche Herausforderung unserer Zeit: die glühende Gottesliebe eines hl. Franziskus, seine ehrliche und kreative Suche nach Frieden und Geschwisterlichkeit, die Achtung und Bewahrung der Schöpfung. Über einige Jahre der Suchbewegung konnte ich mir –  im Kennenlernen der Gemeinschaft der Franziskanerinnen Salzkotten – christliches Leben in dieser Art und Weise immer mehr vorstellen, habe den Reichtum von Ordensleben von außen und von innen erlebt und inzwischen die Ewige Profess abgelegt. 

Mit vielfältigen beruflichen Erfahrungen in verschiedenen Krankenhäusern und Arztpraxen konnte ich meine Facharztausbildung für Allgemeinmedizin abschließen. In der täglichen Arbeit lernte ich viel über den Menschen in seinen Krankheiten und seelischen Nöten, aber auch in seinen Selbstheilungskräften, die Gott in jeden Menschen hinein gelegt hat. Oftmals staune ich über die Schönheit unseres Glaubens und seine therapeutische Kraft. Begeistert übernahm ich zunehmend ordensinterne Aufgaben wie spirituelle Angebote, franziskanische Themenvermittlung, Öffentlichkeitsarbeit und Begleitung von suchenden Menschen. 

Als Mitglied im Team der Berufungspastoral eröffnet sich mir ein weiteres spannendes Feld, um den Glauben miteinander zu teilen.

Dankbar schaue ich zurück auf Menschen, die mir ein Segen waren und sind, auf Gottes „roten Faden“ in all dem und bin gespannt auf alle weiteren Begegnungen – in der festen Überzeugung: Wenn ich ins Heil komme, kommt auch meine Umgebung ins Heil. Und umgekehrt.

Sr. Dr. M. Alexandra Völzke FCJM

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