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„Immer mehr Ich selbst zu werden, immer mehr so zu
werden wie Gott
mich gedacht hat..“

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Martina Knoke

Wer bist du?

Mein Name ist Martina Knoke und ich bin seit 27 Jahren Gemeindereferentin mit halbem Beschäftigungsumfang, allerdings unterbrochen von einer 10-jährigen Familien- und Kinderpause. Nach meinem Wiedereinstieg in den Beruf im Jahr 2005 arbeitete ich zunächst bis 2016 im Pastoralverbund Egge, zu dem die drei Gemeinden Altenbeken, Buke und Schwaney gehörten. 2017 sind wir aber zusammen mit den beiden Nachbarpastoralverbünden zum Pastoralen Raum An Egge und Lippe geworden. Meine Hauptarbeitsschwerpunkte sind hier die Sakramentenpastoral und die Kinderkirche.

Was beschäftigt dich gerade? 

Seit Herbst letzten Jahres habe ich 47 Kinder auf die erste heilige Kommunion vorbereitet. Ich finde es immer wieder bereichernd, zu erleben welche kluge Fragen Kinder manchmal stellen uns wie offen sie für die Botschaft Jesu sind. Wenn sie die Gelegenheit haben, Jesus in verschiedenen Gottesdiensten (bes. in den Weggottesdiensten) auch wirklich zu begegnen, kann man spüren wie sie ihr Herz auch wirklich weit für ihn öffnen.

Ganz wichtig ist dabei auch die Arbeit mit den Eltern. Sie ist oft bereichernd und eine wirkliche Chance für uns als Kirche, Menschen die Botschaft Jesu wieder neu nahezubringen.

Was bedeutet es für dich, Gemeindereferentin zu sein?

Als Gemeindereferentin habe ich die Möglichkeit, ganz nah bei den Menschen zu sein. Schon oft habe ich die Erfahrung gemacht, dass es Menschen, die der Kirche gegenüber eher fern stehen, leichter fällt, sich einer nicht geweihten Person im kirchlichen Dienst zu öffnen, weil die Hemmschwelle wahrscheinlich gefühlt niedriger ist.

Für mich ist das eine oder besser gesagt die wichtigste Aufgabe als Gemeindereferentin, Menschen mit Gott in Berührung zu bringen.

Was heißt Verantwortung für dich?

Als getaufte Christen haben wir alle die Aufgabe, Gottes Schöpfung und besonders das Leben zu bewahren. Wenn man eine Familie gründet und Kinder hat, wird diese Aufgabe nochmal größer. Mein Mann und ich hatten damals die Idee, uns um Kinder zu kümmern, die schon da sind, aber keine Möglichkeit haben, in ihrer leiblichen Familie aufzuwachsen und entsprechend gefördert zu werden. Diese Aufgabe haben wir übernommen und erfahren wie herausfordernd sie sein kann.  Verantwortung heißt hier für mich, jedes menschliche Leben wertzuschätzen und es so gut wie möglich zu fördern.

Du beschäftigst dich mit lokaler Kirchenentwicklung. Was ist das?

Ganz allgemein gesagt ist lokale Kirchenentwicklung ein Prozess, der Priester, Hauptamtliche und engagierte Christen in einer gemeinsamen Verantwortung sieht, eine neue Kultur des Kirche-Seins zu ermöglichen. Sie schaut dabei auf das, was die Kirche vor Ort in ihrer ganzen Vielfalt an Stärken besitzt. Darauf aufbauend kann dann Vorhandenes wachsen und Neues entstehen. Wesentliche Merkmale der lokalen Kirchenentwicklung sind: das Anerkennen des gemeinsamen Priestertums aller Getauften, die Ermöglichung maximaler Partizipation, also möglichst große Beteiligung der Getauften am Leben Gottes und der Kirche, die Orientierung an den Gaben und Charismen der Christen und natürlich das regelmäßige Hören und Teilen des Wortes Gottes als Richtschnur und Kraftquelle.

Ganz konkret haben wir in unserem Pastoralen Raum die Erstkommunion- und Firmvorbereitung nach diesen Merkmalen und Haltungen neu konzipiert und versuchen, in diesen Bereichen möglichst viele Ehrenamtliche mitentscheiden und mitarbeiten zu lassen.

Das Team der Hauptamtlichen versteht sich dabei als Ermöglicher und Unterstützer.

Darüber hinaus haben wir eine kleine Gruppe aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gegründet, die sich in regelmäßigen Treffen und Angeboten darum bemüht, die Taufberufung der Gemeindemitglieder zu stärken und ihre Gaben und Charismen zu erkennen und zu fördern.

Lokale Kirchenentwicklung umsetzen geht natürlich nicht von heute auf morgen, sondern es ist ein Wandlungsprozess, der viel Zeit und einen langen Weg braucht.

Auf was für eine Kirche von morgen hoffst Du? 

Diese Frage hängt eng mit der vorherigen zusammen. Ich hoffe auf eine Kirche, die all die Merkmale von lokaler Kirchenentwicklung umsetzt und so immer mehr Menschen erfahren, dass die Botschaft Jesu mit ihrem persönlichen Leben zu tun hat. Dass immer mehr Menschen aus der Kraft des Evangeliums heraus leben und handeln und für sich selbst neu verstehen, dass sie Kirche sind.

Was heißt Berufung für dich?

Den Kindern sagen wir ja immer wieder, dass Gott in uns ist, in jedem von uns. Wenn das so ist, dann spricht er auch zu uns. Und davon bin ich fest überzeugt, dass Gott auch in der heutigen Zeit zu uns spricht. Wenn wir still werden, in uns gehen, dann können wir seine Stimme hören. Und diese Stimme immer mehr zu unserer eigenen zu machen, das bedeutet für mich Berufung. Immer mehr Ich selbst zu werden, immer mehr so zu werden wie Gott mich gedacht hat.

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