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„Mit Gott auf großem Segeltörn“

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Lukas Schröder

Na klar – wer Segeln möchte, der braucht als erstes Wasser. Und so war meine erste Glaubenserfahrung eine, die mit Wasser zu tun hatte: Die Taufe. Natürlich kann ich mich heute an diesen Moment, an dem ich gerade einmal zwei Monate alt war, nicht erinnern, aber es mag der Grundstein für meine Berufung, meinen Segeltörn mit Gott, gewesen sein. Meine Kindheit und Jugend waren von den Meeren Ostwestfalens, zunächst von dem Schiff namens St. Anna Pfarrei Verl geprägt. Es waren schöne und intensive Jahre als Messdiener, Sternsinger, im Kinderchor, in der Vorbereitung auf die Erstkommunion und Firmung.

Als ich 13 Jahre alt war, zog meine Familie ins nicht weit entfernte Bielefeld. Hier waren Kirche, Gemeinde und Glaube aber ganz anders. Der Wechsel vom Land in die Großstadt, war auch ein Wechsel aus einem katholisch-kirchlichen Umfeld in eine sehr säkularisierte Stadt. Keine Aktivität mehr in der Gemeinde, haltlos im Sturm auf dem großen Ozean. Erst ein Praktikum in einem Ausbildungsbetrieb für junge Menschen mit Behinderung ließ mich wieder nach Gott fragen. Sollte ich etwa die Einladung auf das prachtvolle Segelschiff Gottes, das Schiff der persönlichen Berufung annehmen?

In der Oberstufe besuchte ich erstmals Berufungstreffen in Paderborn und das Wochenende „Priester-gesucht“ im Priesterseminar. Ja, ich spürte, dass dies mein Weg werden könnte, dass Gott mir den Platz an Bord zeigen würde. Ich betete „Herr, nimm du mich und mach mit mir was du willst!“. Er führte mich nach dem Abitur auf die Ausbildungsschiffe „Leokonvikt“ und „Theologische Fakultät Paderborn“ und im 5. und 6. Semester zum Auslandsjahr nach Wien.

Nach fünf Jahren waren alle Prüfungen über Seemannsknoten und Schifffahrtsrecht bestanden und ich konnte das Theologiestudium mit dem Diplom abschließen. Vor allem durfte ich aber Gott und seine frohe Botschaft immer besser kennen und lieben lernen und trotz mancher Zweifel mit einem freudigen Herzen den Weg der Priester-Berufung weiter gehen. Nun darf ich hinaus in die weite Welt der Pastoral, darf mitarbeiten an Deck, darf mithelfen die Segel zu setzen und darf mitgestalten das Leben an Bord – im Oktober 2014 begann mein Dienst auf dem Gemeindeschiff Pfarrei St. Petri Hüsten im Sauerland. Jesus Christus und der Glaube der Kirche bilden dabei den klaren und zuverlässigen Kurs auf dem Kompass. Als Kapitän steht der Pfarrer am Steuerruder und wird dabei von zahlreichen Nautikern und Matrosen unterstützt. Viele verschiedene Menschen fahren mit auf diesem Schiff und gestalten das Leben auf hoher See: Gottesdienstbesucher, Mitarbeiter, Ehrenamtliche, Frauen und Männer, Singfreudige, Kreative, Innovative, Fromme, Kleine und Große und viele mehr – eine bunte und lebendige Besatzung. Hier an Röhr und Ruhr darf ich die Segelkunst weiter lernen und mich einbringen.

In der ersten Zeit habe ich das vor allem im Schuldienst an einer Grundschule getan. Am 25. April 2015 bin ich mit zwei weiteren Priesteramtskandidaten in der St. Petri-Kirche Hüsten zum Diakon geweiht worden. Nun bekomme ich neue Aufgaben: Taufen, Trauungen, Beerdigungen, vor allem aber der vielfache Dienst für die Menschen an Bord. Bis Pfingsten 2016, wenn – so Gott will – für mich die Priesterweihe ansteht, werde ich meine Koje in Hüsten bewohnen.

Mein Herz sagt mir: Lasst uns die Segel setzen! Stechen wir gemeinsam in See, in die Weite und Freude unseres Glaubens. Ahoi und volle Kraft voraus auf unserem Segeltörn mit Gott! Es lohnt sich.

 

Lukas Schröder, Diakon in Hüsten

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