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Wenn Du denkst, Du machst einen Umweg, kann genau dies der richtige Weg für Dich sein.

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Felix Lieneke

Wer bist Du, was machst Du?

Mein Name ist Felix Lieneke. Ich bin 19 Jahre alt und komme aus der schönen Kleinstadt Salzkotten. Dort bin ich aktives Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr und leite seit einigen Jahren die Messdiener in unserer Gemeinde. Letztes Jahr habe ich begonnen, auf dem Edith Stein Berufskolleg in Paderborn mein Abitur nachzuholen. Nachdem ich 2014 meine Laufbahn am Gymnasium abgebrochen hatte, brauchte ich einen Kontrast zur Schule, in der ich als junger Mensch häufig das Gefühl hatte, dass Noten alles im Leben sind. Diesen Kontrast fand ich im Krankenhaus, wo ich einen Bundesfreiwilligendienst absolviert habe. Trotzdem ich häufig lange arbeiten war, hat mich die Arbeit dort erfüllt. Es hat mir gutgetan, dass dort andere Fähigkeiten im Fokus standen, die in den Jahren davor in der Schule scheinbar an Bedeutung verloren hatten.

Und noch etwas hat mir dieses Jahr gebracht. Ich durfte die Erfahrung machen, wie schön es ist, mit verschiedenen Menschen zusammen zu arbeiten und für sie da zu sein. Erfahrungen, die man wohl kaum in der Schule sammeln kann.

Welche Stellung nimmt für Dich Dein Glaube ein?

Inzwischen eine sehr wichtige und zwar nicht nur, weil ich gerne Messdiener bin und im Pfarrgemeinderat sitze. Das, was mir immer wieder Mut macht ist, dass ich darauf vertrauen darf, dass da jemand ist, der größer ist als alles andere. Das klingt erstmal ziemlich philosophisch, aber die Gewissheit zu haben, dass da jemand ist, dem ich alles anvertrauen darf, der mich beschützt und der zwischendurch auch mal sagt „Kopf hoch, C’est la vie“, auch wenn ich gerade den größten Quatsch gemacht habe, ist das der Glaube, in dem ich immer wieder neue Kraft finde. Ein weiterer Aspekt, den mir mein Glaube vermittelt ist: Du bist von Gott so gewollt, wie Du bist mit allen Macken, die Du hast, aber auch mit allen Fähigkeiten, und auf die darf ich auch stolz sein. Lange war für mich die katholische Kirche der erhobene Zeigefinger. Wenn ich im Gottesdienst den Satz „Wir sind alle arme Sünder“ höre, rollen sich bei mir die Fußnägel hoch. Dass ich nicht perfekt bin, das ist mir klar, aber das ist ja schließlich das, was den Menschen ausmacht. Auf dem Young Mission Weekend in Hardehausen (eine Initiative für junge Christen, die regelmäßig Wochenenden mit vielen Jugendlichen veranstaltet) durfte ich erleben, wie schön es ist, gemeinsam mit vielen Gleichaltrigen den Glauben (gemeinsam in der Kirche) und das Leben (abends bei einer Party) zu feiern.

Gemeinsam mit anderen Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und sich offen auszutauschen ist für mich immer wieder eine Bereicherung. Papst Franziskus hat es vor kurzem so auf den Punkt gebracht: „Für Euch, Junge Leute, ist eine Begegnung leicht. Ihr braucht nur einen guten Kaffee, ein gutes Getränk oder eine andere Ausrede, um Euch zu treffen.“ Wenn sich Jugendliche treffen und über Gott und die Welt ins Gespräch kommen, dann wird Glauben für mich lebendig.

Was bedeutet Berufung für Dich? Wozu fühlst Du Dich vielleicht berufen?

Solche Begegnungen zu schaffen ist für mich ein Beispiel, wozu ich mich berufen fühle. Gemeinsam mit weiteren Jugendlichen aus unserer Messdienerleiterrunde veranstalten wir seit kurzem an jedem ersten Freitag im Monat in unseren Jugendräumen einen offenen Treff. Jeder hat die Möglichkeit zu kommen und so lange zu bleiben, wie er mag. Eine andere tolle Gelegenheit der Begegnung, die nach demselben Prinzip funktioniert, ist Nightfever. Nicht nur die Begegnung mit Menschen ist für mich wichtig, sondern auch die Begegnung mit Gott und sie auch anderen Menschen nahe zu bringen. Jede Begegnung mit den unterschiedlichsten Menschen, die man bei der Straßenmission trifft, ist etwas Besonderes. So veranstalten wir in Salzkotten dieses Jahr bereits zum zweiten Mal ein Nightfever-Special. Aber auch mein Wirken in der Freiwilligen Feuerwehr ist für mich mehr als einfach nur ein Hobby. Berufung hat für mich etwas mit dem Gefühl zu tun, genau das Richtige zu tun. Vor allem ist es ein Gefühl von eigener Überzeugung, das durch äußere Einflüsse verstärkt wird. 

Was erhoffst Du Dir für die Zukunft?

Natürlich erstmal, dass ich in zwei Jahren einen guten Abschluss am Berufskolleg schaffe und anschließend meinen Weg gehe und herausfinde, was meine Berufung ist, und wie ich diese leben kann. Hierzu zählt für mich auch meine Berufswahl, die ich auch als Berufung und nicht als Job sehen möchte. Ich wünsche mir, dass ich auch weiterhin immer Menschen habe, die mich auf meinem Weg begleiten, besonders meine Familie und meine Freundin.

Für die Arbeit in der Gemeinde wünsche ich mir, dass die Jugendarbeit auch weiterlebt, wenn wir alle vielleicht nicht mehr Aktionen wie den Treff organisieren können.

 

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