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“Der Glaube an Gott ist für uns wie die Basslinie in einem Lied.”

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Corinna und Marc

Liebe Corinna, lieber Marc, schön, dass ihr uns etwas von euch erzählt! Dann legt mal los: Wer seid ihr denn?

Wir, das sind Theo (2), Frieda (4), Corinna (40) und Marc (43). Wir wohnen am Möhnesee. Theo und Frieda besuchen einen Kindergarten, Corinna arbeitet als Sozialpädagogin, Marc ist Tischler. Wir alle mögen Musik. Wir haben viele Jahre zusammen Party- und Tanzmusik in einer Band gemacht, uns dabei kennen und lieben gelernt. Aktuell dreht es sich musikalisch bei uns eher um die musikalische Begleitung von Gottesdiensten, zu Hochzeiten oder kleineren Veranstaltungen. 

Welche Bedeutung hat der Glaube für euch persönlich, aber auch für euer Familienleben? 

Als wir für dieses Interview zugesagt haben, wussten wir ja, was ungefähr auf uns zukommt und dennoch ist es schwer, diese Gedanken jetzt zu Papier zu bringen. Ein schöner Nebeneffekt: als die Kinder im Bett waren, wurde aus dem klassischen TV-Abend ein schöner Gesprächsabend über unseren Glauben. Vielleicht können wir es – wie in der Bibel – eher mit einem Gleichnis beschreiben. Der Glaube an Gott ist für uns wie die Basslinie in einem Lied. Ein Fundament, auf dem die Melodie – unser Alltag mit Familie, Beruf und Freizeit – sich frei entfalten kann. So ein Bass gibt Rhythmus und Fülle in ein Lied. Gott und unser Glaube an ihn gibt uns eben dieses Fundament. Vielleicht einfach mal den Bass an der Musikanlage herausdrehen, dann ist es vielleicht ganz gut zu verstehen, was fehlen würde und wie wir es meinen. Der Glaube in unserem Familienleben stellt sich vermutlich am ehesten in den untenstehenden Ritualen praktisch und offensichtlich dar. Darüber hinaus sind wir als Eltern bemüht, den Kindern die christlichen Werte mit auf den Weg zu geben. Wie gut uns das gelingt, werden wir wohl erst in einigen Jahren erleben dürfen. 

Gibt es besondere Rituale, die in eurem Familienleben einen festen Platz haben?

Das Tischgebet und ein Abendgebet zur guten Nacht sind die ersten Dinge die uns da einfallen. Beim längeren Nachdenken finden wir allerdings doch noch so einige kleine Rituale in unserem Alltag, wo deutlich wird, dass Gott und der Glaube schon einen besonderen Platz in unserer Familie haben. So haben beide Kinder direkt nach der Geburt von uns ein Kreuzzeichen auf die Stirn gemalt bekommen mit den Worten „Der liebe Gott beschützt dich und passt auf dich auf.“ Dieses haben wir irgendwie auch zu unserem Gute-Nacht-Ritual gemacht und so bekommen die Kinder zum Schlafengehen auch von uns ein Kreuzzeichen auf die Stirn. Auch der Kirchgang, wenn es sich auch gewiss nicht jedes Wochenende einrichten lässt, hat durchaus einen festen Platz in unserem Familienleben. Viele Gottesdienste haben wir bei „Kirche am See“ erlebt. Wobei wir Eltern dort oftmals als Musiker oder Mitarbeiter im Einsatz waren und so wenig vom gemeinsamen Gottesdienstbesuch mit den Kindern hatten. Da sind es dann eher die Familien- und auch mal Krabbelgottesdienste, die wir gemeinsam einfach mal „nur als Gemeindemitglieder“ besuchen. Nicht zu vergessen die kirchlichen Feste im Jahreskreis. Besonders natürlich Ostern und Weihnachten. Da gehören die entsprechenden Bibeltexte in Bilderbuchform genauso zum Ritus wie die Gottesdienste und Feierlichkeiten drum herum. So war es eine schöne Begebenheit zu Weihnachten, dass Frieda nach der Kirche zuerst geschaut hat, ob das Jesus-Baby wirklich jetzt auch bei uns in der Krippe liegt. An den Geschenken und den Keksen vorbei, hechtete sie zur Krippe und rief voller Freude „Jaaa, das Jesus-Baby ist da!“

Musik spielt bei euch eine große Rolle. Was macht die Musik so wichtig im Gottesdienst?

Das Wechselspiel aus Texten im Vortrag, gemeinsamen Gebeten, aktivem Mitsingen oder auch passivem Musiklauschen macht es für uns aus. Jedes braucht seine eigene Aufmerksamkeit. Bei Gottesdiensten, in denen das Evangelium nur in Text oder Musik verkündet würde, hätte das Evangelium weniger unsere Aufmerksamkeit. Vorausgesetzt die Gebete, Texte, Meditation und Lieder sind auf das Evangelium abgestimmt, ist der Zugang über die verschiedenen „Kanäle“ viel einfacher für den Einzelnen. Jeder nähert sich einem Thema über andere Wege. Den einen berührt ein Wort, den anderen eine Melodie. Genau dieses Wechselspiel macht für uns die Musik als Bestandteil der Verkündigung im Gottesdienst aus. Besonders als Musiker fällt es uns oft auf, dass wenn uns die Musik in einem Gottesdienst anspricht – und dabei ist es egal, ob Orgel, Band oder Pfarrer an der Gitarre – wir mehr aus dem Gottesdienst mit in den Alltag nehmen. 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kirche?

All die Wünsche hier aufzuführen, wäre vermutlich zu viel. Vielleicht zwei Wünsche – einen „öffentlichen“ und einen „privaten“. Für die Kirche selbst wäre zu wünschen, dass sie mehr miteinander zusammenwächst. Durch große Pastorale Räume entsteht dieses gerade vielerorts. Wäre es da nicht schön, auch die Synergien aus anderen Religionsgemeinschaften mit zu nutzen, ohne dabei seine Individualität zu verlieren? Ganz persönlich wünschen wir uns, dass die katholische Kirche besonders im Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen ihre Meinung und Vorschriften weiter überdenkt.

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