05251 206-5400

„Wie ein Blitz kam die Erkenntnis!“

Origami Divider
Origami Divider

Bruder Marc Könemann

Gott hat viele Wege, wie Er Menschen ruft. Das zeigt uns auch das Zeugnis von Bruder Marc, der von einem ‘Blitz’ spricht, der bei ihm eingeschlagen ist und ihm deutlich machte, dass er sein Leben ändern muss, dass Gott etwas anderes von ihm will.

Bei mir ist sprichwörtlich ein Blitz eingeschlagen. Eine Stimme „von oben“ hat zu mir gesagt: `Du musst in deinem Leben etwas anders machen, einen anderen Weg einschlagen. ´

Nun sitze ich hier in meinem Noviziatszimmer und lasse meinen Lebensweg noch einmal Revue passieren.

So habe ich die Stimme vernommen und mir daraufhin Gedanken gemacht, was damit gemeint sein konnte. Ich hatte schon eine Ahnung, in welche Richtung es ungefähr gehen sollte, weil ich kirchlich immer aktiv war.

Früher als Kind habe ich einmal gesagt: `Irgendwann wirst du Pastor´. Aber meine Eltern wollten, dass ich erstmal die Schule fertigmache und dann einen Beruf erlerne. So habe ich dann meine Schullaufbahn beendet, bin Groß-und Außenhandelskaufmann geworden und habe einige Jahre als kaufmännischer Angestellter gearbeitet.

Im Jahre 2004 bin ich in den Kirchenchor eingetreten… – hier änderte sich dann mein Leben zusehends.

Seitdem lässt mich der Gedanke nicht mehr los, den Weg der Nachfolge Jesu intensiver zu gehen. Nur eines wollte ich nicht mehr direkt: Priester werden. Ich wollte ein Leben in Gemeinschaft. Als Bruder in einem Kloster.

Am folgenden Weihnachtsfest habe ich dann zuhause gesagt: `Nächstes Jahr möchte ich „anders Urlaub machen“ und ein Kloster besuchen.´ Meine Familie war anfangs etwas geschockt. Sie hatten sich meinen Werdegang doch etwas anders vorgestellt.

Neben den zahlreichen Gesprächen folgten dann auch einige Besuche („Kloster auf Zeit“) im Franziskanerkloster.

Warum Franziskaner? Ich bin zu den Franziskanern gegangen, weil mich die Person und die Lebensweise des Franziskus angesprochen haben und weil mich das Leben und Beten in Gemeinschaft begeistert hat, was ich bei den Besuchen im Kloster kennenlernen durfte. Desweiteren sind auch gute Bekannte schon früher in den Franziskanerorden eingetreten. Sie haben mich ermutigt, zu versuchen, den Weg zu gehen.

Schließlich wurde mir 2008 ein Kennlern-Wochenende im Kloster angeboten, an dem noch einige weitere Interessenten teilnahmen. Dieses Wochenende hat dann endgültig Klarheit in meiner Entscheidung gebracht, den Weg des Franziskaners im Kloster zu gehen.

Daraufhin habe ich mir die Bewerbungsunterlagen und Formulare schicken lassen und meine Familie vor vollendete Tatsachen gestellt. Ab dem Zeitpunkt hat mich dann aber meine Familie in meinen Überlegungen sehr unterstützt, trotz der anfänglichen Skepsis.

Den Weg hin zum Postulat habe ich mich noch mehr mit der Person des Franziskus und mit dem Orden beschäftigt. Nach diesen Erlebnissen und Erkenntnissen habe ich den Weg ins Postulat nach Berlin-Pankow gemacht.

Postulat, was ist das? Für ein Jahr lebt man als „Postulant“ (Kandidat) in einem Kloster mit, arbeitet an verschiedenen sozial-caritativen Praktikumsstellen, übt sich ein in die franziskanische Spiritualität und probiert, ob dieses Lebensmodell für einen passt. Dies dient der Vorbereitung für die Aufnahme in den Franziskanerorden und das anschließende Noviziat. Ich möchte keinen Tag missen, den ich im Postulat verbracht habe. Es war, so denke ich, eine sehr wertvolle Zeit. Das Postulat hat mich auch mutiger gemacht, Dinge zu tun, die ich sonst vielleicht nicht gemacht hätte.

Trotz Großstadtlärm und alltäglicher Hektik habe ich für mich den Weg gefunden, der mich mittlerweile ins Noviziat nach Rheda-Wiedenbrück geführt hat.

Den Weg ins Noviziat zu gehen heißt, noch mehr erfahren zu wollen über Spiritualität, Orden, Ordensgeschichte, Gebet, Hl. Schrift, Leben in Gemeinschaft, darüber hinaus Menschen kennenzulernen.

Das Noviziat ist eine Probezeit – im doppelten Sinne: Ich, als Novize, muss prüfen, ob das Leben in der Gemeinschaft das ist, was ich gesucht habe. Ich frage selbstkritisch, ob ich dazu ein Leben lang bereit und fähig bin. Aber auch die Gemeinschaft schaut, ob ich, als neuer Bruder, in der Lebensform auf Dauer meinen Platz finden kann. Es muss für beide Seiten passen.

Ich fühle mich in der Gemeinschaft der Brüder und im klösterlichen Leben hier sehr wohl. In meinem Herzen und in meinen Gedanken weicht immer mehr die Hektik des Alltags einer trauten Zweisamkeit mit unserm Herrn Jesus Christus.

Und so möchte ich etwas von dem weitergeben, was ich erfahren durfte. Ich sehe meinen Weg als Berufung, als Ruf, und Geschenk, mit vielen Menschen gemeinsam auf dem Weg des Glaubens und der Nachfolge gehen zu dürfen und entdecke immer wieder die gegenseitige Bereicherung, die so fruchtbar ist für alles Tun.

 

Bruder Marc Könemann

Weitere Glaubenszeugnisse

Material Design Shadow
Wort-Bild-Marke Berufungspastoral Paderborn

Leostraße 21
33098 Paderborn

Tel. 05251 206-5400

berufungspastoral@erzbistum-paderborn.de

Erzbistum Paderborn
Wort-Bild-Marke Berufungspastoral Paderborn
Erzbistum Paderborn

Leostraße 21
33098 Paderborn

Tel. 05251 206-5400

berufungspastoral@erzbistum-paderborn.de

Folge der Diözesanstelle Berufungspastoral auf Facebook
Wort-Bild-Marke Berufungspastoral Paderborn

Leostraße 21
33098 Paderborn

Tel. 05251 206-5400

berufungspastoral@erzbistum-paderborn.de

Folge der Diözesanstelle Berufungspastoral auf Facebook
Erzbistum Paderborn