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Apostolatshelferin
Apostolatshelferin

Apostolatshelferin

Der Name „Apostolatshelferin“ lässt vermuten, es handele sich bei dieser Berufung um eine bestimmte Aufgabe, die übernommen würde.  In Wirklichkeit geht es aber um das Apostolat der Kirche allgemein.

Zunächst einige Vorüberlegungen zu den  Begriffen Apostel und Apostolat:
Der Apostel ist der Gesandte, insbesondere der Gesandte Gottes. Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn sandte, damit er die Welt rette (vgl. Joh 3,16f). Jesus Christus hat seine Sendung erweitert, indem er Jünger rief, damit sie bei ihm seien und er sie sende (vgl. Mk 3,13f). Diese Gesandten (Apostel) haben wiederum die Sendung weitergegeben. Und so geschieht es bis heute, dass die Sendung des Vaters über seinen Sohn und die Apostel  durch das Weihesakrament von Bischof zu Bischof weitergegeben wird. Und auch heute gilt Jesu Zusage: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20b).

Der Inhalt der Sendung (das Apostolat) ist – ganz kurz mit Worten des Evangelisten Johannes ausgedrückt – die Liebe Gottes, das Leben in Fülle und die Freude (vgl. Joh 3,16f; 10,10; 15,11).

Durch die Taufe haben wir nicht nur Anteil  erhalten an diesem Leben in Fülle, sondern dürfen und sollen  auch anderen Menschen dazu verhelfen. Darüber hinaus können Bischöfe „von Gott erwählte Laien“  rufen „sich voll dem apostolischen Wirken hinzugeben“ (vgl. Dogmatische Konstitution über die Kirche, Kapitel V, Artikel 41).

Von dieser Möglichkeit haben Bischöfe in allen Erdteilen seit Jahrzehnten (im Erzbistum Paderborn seit fast 60 Jahren) Gebrauch gemacht und Frauen zu Apostolatshelferinnen gerufen. Durch den Ruf des Diözesanbischofs gehören sie mit allem, was sie sind und haben, ganz Gott. Das bedeutet, dass ihre Fähigkeiten, ihre Zeit, ihre materiellen und geistigen Güter dafür da sind, der Welt die Liebe Gottes  mitzuteilen. Dies geschieht durch: die Aufmerksamkeit für die Mitmenschen, für ihre Freuden, Sorgen, Nöte und Hoffnungen; den Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden am Arbeitsplatz und anderswo; das Bemühen, im anderen das Gute zu entdecken und zu fördern; Begegnungen, die von Barmherzigkeit und Wohl-Wollen geprägt sind; gutes Zuhören; Hilfsbereitschaft; und vieles mehr, was uns das Evangelium entdecken lässt. Solch ein apostolisches Sein verwirklicht sich in den unterschiedlichsten Berufen, in allen Bereichen des Lebens wie Freizeit, Arbeit, Alter, Krankheit, Gesundheit, Nachbarschaft, beim Einkaufen  usw.

Das wäre nicht möglich, wenn nicht Gott selbst sich in gewisser Weise an die Menschen bindet, die er ruft: Der Gerufene kann sich darauf verlassen, dass Gott durch ihn wirken will. Deshalb richtet er sich mit allen Sinnen und Kräften nach Gott aus.
Für die Apostolatshelferin beinhaltet das u.a. die Ehelosigkeit und ein Leben aus den Quellen der Schrift, der Eucharistie und der Anbetung.

Wer diesen Berufungs-Weg beginnen möchte, sollte zwischen 19 und 30 Jahren alt und in gesunder psychischer Verfassung sein. Zur Vorbereitung auf den Ruf des Bischofs und das ganze Leben begleitend gibt es eine „Ausbildung“ durch monatliche Einkehrtage, Exerzitien, Seminare, Glaubenskurse und persönliche Gespräche. Sie soll helfen,  in der Verfügbarkeit gegenüber Gott, der Kirche und den Menschen wach zu bleiben.  Trotzdem wird die Apostolatshelferin immer wieder feststellen, dass sie hinter dem zurückbleibt, was sie leben möchte. Doch sie darf  auf die Barmherzigkeit Gottes vertrauen, der nicht nur vergibt, sondern auch stärkt und führt.

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