Hörst Du mich?

Was für eine Frage in den letzten zwei Jahren beim Einstieg in eine Videokonferenz… nämlich immer dann, wenn diese blöde Verbindung eigentlich schnell hergestellt sein sollte.

Bewegende Lippen, ein Gesicht voller Mimik und ein Körper, der mit Gestik spricht – aber kein Ton. Was fehlt der Kommunikation eigentlich, wenn Stimme fehlt? Bei der Botschaft unseres Glaubens soll das Hören vor dem Sprechen kommen…

Als Paar können wir davon ein Lied singen, wenn wir uns mal trotz Stimme, nicht hören. Wenn etwas für den Anderen eigentlich wichtig gewesen wäre – hörst du mich?

Wer dann doch aufeinander hört, ist wirklich ausgerichtet und fokussiert. Er oder sie ist dem Anderen zugewandt. Was ist, wenn Gott uns fragt, „Hörst du mich?“ – Müssen wir uns da nochmal neu wie im Videocall einwählen oder reicht es schon, wenn wir die anderen „Geräusche“ minimieren? Uns fokussieren?

Ich höre dich! Das tut gut. Da nimmt einer den anderen wahr. Gott sagt: Sei gelassen und still. Höre mir zu. Was du merkst und fühlst, das gebe weiter. Vielleicht damit auch andere eine Idee davon bekommen, was er von uns will. Bald ist Weihnachten: Wir werden von ihm hören.

Ein gesegnetes Hören in dieser Zeit,

Joana Drießen, Gemeindereferentin im Pastoralen Raum an Egge und Lippe &
Stefan Drießen, Spirituell-missionarische Jugendpastoral im Erzbistum Paderborn

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