HÖREN

„Nun hör‘ mir doch endlich einmal zu“ – vielleicht eine Aufforderung, die Sie schon einmal gehört – oder auch jemandem gesagt haben. Haben Sie das auch Gott schon einmal so oder in anderen Worten gesagt? Wenn Sie das Gefühl haben, dass Er Ihre Gebete nicht (er)hört?
Und da kam mir die Frage: Ob Gott auch mich bittet, Ihm zuzuhören, seine Worte nicht nur zu hören, sondern ihnen zu lauschen? Weil Er uns so viel sagen möchte, was uns gut tut? Und da kommt die Frage: Ja, aber wie kann ich Gott denn hören?

Diese Frage fand ein Stück Antwort in einem Gedanken von Sr. Kyrilla Spiecker, 2008 verstorbene Benediktinerin in Herstelle, wo sie sinngemäß sagt, dass wir Gottes Herz schlagen hören können, wenn wir unser Ohr lange genug an sein Wort legen. Welch` ein wunderbares Bild. Nicht nur Gott sprechen hören, sondern viel tiefer: seinen Herzschlag hören – sein Herz, dass für jede/n von uns schlägt, sein Herz, dass jede/n von uns bedingungslos liebt. Jesus hat uns gezeigt, wie groß Gottes Liebe für uns ist durch sein Leben und seine Worte, die uns in den Evangelien überliefert sind.

Die Adventszeit könnte eine besondere Einladung sein, unser Ohr verstärkt an sein Wort zu legen – damit wir Gottes Herz hören können, das für uns schlägt.

 

Sr. M. Gabriele Lüdenbach FCJM
Begleitung von Priestern im Ruhestand, Bereich Pastorales Personal

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