Gott im Mittendrin

In meiner Arbeit begegne ich vielen Kindern. Wenn ich den Kindergarten betrete, steigt der Lautstärkepegel massiv an. Intuitiv möchte ich mir am liebsten die Ohren zuhalten, aber das geht natürlich nicht😉. In der einen Ecke wird gespielt, im Stuhlkreis werden Adventslieder gesungen und die Krippenspielproben laufen auf Hochtouren. Und das alles parallel!

Na toll“, denk ich und das auch noch in der eigentlich besinnlichen Zeit im Jahr. Immer wieder liest man in spirituellen Ratgebern und hört in Sonntagspredigten, in der Adventszeit solle man innehalten, Tee trinken und bei Gott und sich selbst sein.

Damit hat mein Alltag allerdings nicht viel zu tun. Aber darüber möchte ich gar nicht klagen, denn vielleicht bedeutet Advent genau das: das Leben anzunehmen, wie es ist, und darauf zu vertrauen, dass Gott da irgendwo mitspielt. Also was lerne ich daraus? Ist Gottes Stimme nicht vielleicht gerade mitten im Kindergeschrei?

 

Anna Lena Drees
Gemeindereferentin im Pastoralverbund Dortmunder Süden

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