„Was soll ich Dir tun?“ (Lukas 18, 41)

So fragt Jesus es den blinden Bartimäus. Wer so fragt, ist ein Hören-Wollender. Jesus handelt nicht nach dem Grundsatz: „Ich weiß schon, was gut für Dich ist – lass mich mal machen..:!“- Er lässt sich auf sein Gegenüber ein, hört auf dessen Antwort und handelt erst dann. „Rabbuni – dass ich wieder sehen kann“  – „Geh – dein Glaube hat dir geholfen“. Mich beeindruckt diese Haltung Jesu. Mich beeindrucken Menschen, die es versuchen ihm gleichzutun und hinhören, bevor sie vorschnell handeln. In unserer Gemeinde zeigt das Taufbecken unsere Pfarrpatrone, die beiden Heiligen Brüder Ewald – als Missionare tätig Anfang des 7. Jahrhunderts. Während der eine die Hände zum Gebet weit öffnet, legt der andere sie an die Ohren: Hören, was Gott und was die Menschen sagen – daran muss ich immer wieder denken, wenn ich dieses Bild vor Augen habe. Es ist eine zutiefst adventliche Haltung: Das Hören. Jesus selbst und viele Heilige – so wie die Ewalde – lebten es beispielhaft vor. Bin ich auch bereit, immer wieder zu fragen: „Was soll ich Dir tun?“ und auf die Antwort meines Gegenübers zu hören und danach zu handeln?

 

Pfarrer Ludger Hojenski
Leiter des Pastoralen Raumes St. Ewaldi Dortmund

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