30. November 2020

Advent  Warten auf die Geburt eines Kindes, des CHRISTKINDES

Wenn ich als Hebamme an Advent und Weihnachten denke, dann kommt mir sofort die hochschwangere Maria in den Blick, die sich mit ihrem Mann Josef auf den beschwerlichen Weg zur Volkszählung begibt. Dabei wird sie plötzlich von beginnender Wehentätigkeit zu einer total ungünstigen Zeit und in völlig fremder Umgebung überrascht. Nichts von „verklärter“ heiliger Familie!

Ich denke ebenso an die schwangeren Frauen in den Flüchtlingslagern dieser Welt, die sich Sorgen machen, was sie und ihr Kind wohl erwarten wird. Und ich denke an die Frauen, die ich täglich in der Klinik und zu Hause betreue. Alle verbindet die Sorge um das Wohl ihres Kindes, das sie erwarten, die Angst vor der Geburt und die Freude auf das neue Leben als Familie.

In der biblischen Weihnachtsgeschichte ist nicht die Rede davon, dass Maria die Hilfe einer Hebamme oder erfahrenen älteren Frau hatte. Sie ist mit einem großen Vertrauen auf Gott sehr mutig durch die für sie sicher schwierigen Umstände gegangen.

Als Hebamme bin ich sehr dankbar, Frauen in dieser besonderen Lebensphase begleiten und unterstützen zu dürfen, so dass auch sie Vertrauen in ihren Körper und, wie Maria, Kraft und Zuversicht schöpfen können. Ich darf täglich ein Stückchen vom Wunder der Weihnacht erleben!

Was für ein großes GESCHENK!

 

Maria Oeldemann

Hebamme in Salzkotten

 

 

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