09. Dezember 2020

Wurzel

Mobilität, Lebendigkeit, Bewegung,

freie Entscheidung

gehören zu uns.

 

Mitten in dieses selbstverständliche Lebensgefühl hinein

(oder seit Corona gar nicht mehr so selbstverständlich?),

höre ich den Satz des „Kleinen Prinzen“:

Den Menschen „fehlen die Wurzeln, das ist sehr übel für sie.“

 

Wurzeln halten mich fest an dem Ort, wo ich stehe.

Sie widersprechen also meinem Lebensgefühl!

 

Oder???

 

Die Wurzel hält die Pflanze fest.

Ich frage mich:

Was gibt mir Halt?

Wo und wie tief bin ich verwurzelt?

 

Die Wurzel gibt der Pflanze Nahrung.

Ich frage mich:

Aus welcher Wurzel lebe ich?

Was nährt nicht nur meinen Magen,

sondern mein Herz?

 

„Wurzel“ heißt lateinisch „radix“.

Ich höre daraus „radikal“ und frage mich:

Gelange ich mit meinen Gedanken,

meinem Herzen und meinem Sein

bis an meine inneren Wurzeln?

 

Vielleicht versuche ich es ja wieder neu,

mich zu verwurzeln in Gott,

der kommen

und in mir Wurzeln schlagen will.

 

 

Sr. M. Ulrike Brand

Augustiner Chorfrau im Michaelskloster Paderborn

Oberstufenkoordinatorin am Gymnasium St. Michael

 

 

 

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