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„Weißt Du, wo der Himmel ist?“

Schon als Kind mochte ich dieses Lied.

Wahrscheinlich, weil es mich überraschte:
Himmel, das ist doch das nach dem Tod…

Ja, doch „nicht so tief verborgen,
einen Sprung aus dir heraus, aus dem Haus der Sorgen“

In der Tat, das wäre wirklich himmlisch, wenn es so einfach wäre,
wenn ich meine Sorgen abschütteln und damit Schluss machen könnte.

Aber gut zu wissen, dass dieser Schritt so nah sein soll!

„Weißt du, wo der Himmel ist?
Nicht so hoch da oben,
Sag doch ja zu dir und mir…“

Ich muss meine Sorgen nicht abschütteln,
„nur“ JA zu mir sagen:

So bin ich (jetzt gerade)!

Diese Fragen und Probleme, sie gehören zu mir –
und bei Dir ist es wohl genauso.

„…du bist aufgehoben.“

Wer das sagt,
wer sich so annehmen kann
(und es auch nur versucht)
der ist schon aufgehoben,
der weiß um sich und Andere
und – das glaube ich –
der spürt auch:

So ist Gott!

Er ist der Himmel, der mich umgibt,
der mich hält und
dem ich nur glauben muss,
dass er zu mir und zu jedem anderen
schon längst JA gesagt hat.

Und wenn ich das glauben kann,
dann ist es jetzt schon wie auf dem Bild,
dann klappt der Himmel ein Stück auf –
im Advent und jeden Tag!

Vikar Pascal Obermeier

Lied: T: Wilhelm Wilms, M: Ludger Edelkötter

Bild: Illustration Titelbild „Vorhang auf für den Himmel – Ein neugieriger Blick ins Paradies“ (Pater Klaus Einsle), Illustration von Peter Esser, Düsseldorf