05251 206-5400

Auf einmal summen die Bienen im Advent. Warum?

Heute feiert die Kirche den heiligen Ambrosius von Mailand. Er hat im 4. Jahrhundert gelebt und ist der Patron der Imker, der Wachszieher und der Lebkuchenbäcker. Sein Symbol sind die Bienen.

Was verbindet ihn mit den fleißigen Brummern? Die Legende ist folgende: Als Ambrosius noch ein kleines Kind war, flog ein Bienenschwarm über seine Wiege. Die Bienen flogen mitten in seinen Mund hinein, als wäre dieser ein Bienenstock. Aber sie verletzten ihn nicht. Im Gegenteil: Sie träufelten ihren süßen Honig in den Mund des kleinen Ambrosius.

Als Erwachsener, er war Theologe und Bischof, hatte er eine honigsüße Sprache. Das heißt, er verstand nicht nur viel von Theologie. Er schaffte es vor allem, sein Wissen den Menschen so zu vermitteln, dass sie einen Zugang zu Gott fanden.

Eine honigsüße Sprache haben – was könnte das für mich heute, am 7. Dezember, heißen? Wie muss ich heute sprechen, damit die anderen mich verstehen? Und zwar sowohl das Angenehme als auch das Unangenehme, das ich ihnen heute sagen muss.

Papst Franziskus hat einmal drei Punkte aufgezählt, die mein Sprechen prägen sollten: Das, was ich sage, sollte ich liebevoll sagen. Ich sollte nur die Wahrheit sagen und kein Gerede in die Welt setzen. Und ich sollte demütig sprechen, d.h. ich sollte nicht auf den anderen von oben herabschauen.

Diese drei Wörter für den heutigen Tag: Liebe – Wahrheit – Demut.

Wenn ich heute so spreche, ist es vielleicht so, als hätten mir als Kind die Bienen ihren süßen Honig in den Mund geträufelt.

Spiritual Christian Städter, Paderborn
Photo by Damien TUPINIER on Unsplash