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Der Nikolaustag wird mit seinen Bräuchen wohl jede Kirchenkrise überleben. Wir feiern einen der bekanntesten und beliebtesten Heiligen. Dabei wissen wir über sein Leben fast nichts. Umso anschaulicher sind jedoch die Legenden, die sich um das Leben des Bischofs von Myra ranken. Sie alle erzählen von seiner Güte und Menschenfreundlichkeit. Damit hat sich Nikolaus in das Gedächtnis der Menschen eingeprägt. So leuchtet am Nikolaustag schon etwas vom Weihnachtsgeheimnis auf: Da ist uns die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes erschienen – so bringt es der erste Titusbrief (1 Titus 3,4) ins Wort. Nikolaus war von der sich verschenkenden Liebe Gottes erfüllt und hat sie in seinem Alltag weitergegeben. Das ist letztlich auch unsere Berufung als Getaufte: Dass wir uns als von Gott Beschenkte begreifen und selbst zu Schenkenden in unserer Zeit werden.

Gebet

Barmherziger Gott, von dir kommt alles Gute. Gib uns auf die Fürsprache des heiligen Nikolaus ein offenes Herz für unseren Nächsten, damit wir weitergeben, was wir selbst empfangen haben. Lass auch durch uns deine Güte und Menschenfreundlichkeit sichtbar werden. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Pastor Matthias Klauke, Subregens des Priesterseminars Paderborn