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Aufbruch

Mit Sicherheit ist der Advent eine Zeit, die viele Menschen mit Gemütlichkeit verbinden. Aber der Advent ist auch eine Zeit der Heiligen. Im Schatten eines so bekannten Heiligen wie Nikolaus werden viele von ihnen schnell übersehen. Doch bietet der Advent eine ganze Reihe von Namenstagen heiliger Frauen und Männer.

Heute ist der Namenstag von Franz Xaver, der eigentlich als spanischer Adeliger im sechzehnten Jahrhundert in Paris studieren sollte, um Karriere zu machen. Standesgemäß hatte er auch als Student schon einen eigenen Diener und seiner Laufbahn stand nichts im Weg. Allerdings lernte er in Paris Ignatius kennen, einen anderen Spanier, der leidenschaftlich für das Evangelium brannte. Da entschloss er sich, Gott zu dienen, indem er denen den Glauben verkünden wollte, die in fernen Ländern noch nie vom Evangelium gehört hatten. Über Afrika, Indien und Japan gelangte er schließlich bis auf eine Insel vor dem chinesischen Festland, wo er mit 46 Jahren am 03. Dezember 1552 starb, bevor er in China den Glauben verkünden konnte.

So ähnlich wie Kerzenschein und Lichterketten den Advent zu einer besonderen Zeit machen, erzählen die Lebensgeschichten der Heiligen davon, worum es im Advent geht. Bei Franz Xaver wird deutlich, dass sein Glaube ihm Kraft gegeben hat, sich auf eine ungewisse Zukunft einzulassen. Auch, wenn heute keine große Reise ansteht, gibt es vielleicht ungemütliche Augenblicke, die herausfordern. Da kann Franz Xaver ein ermutigendes Vorbild sein, den Glauben ernst zu nehmen und aufzubrechen.

Manuel Klashörster, Vikar im Pastoralverbund Salzkotten